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WP-Examen und Steuerberaterprüfung: Zulassung und Einstieg

Welche Voraussetzungen die Gesetze nennen und wie du dich für den Einstieg bewirbst.

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Zulassung zum Wirtschaftsprüfungsexamen

Die Wirtschaftsprüferordnung verlangt in der Regel ein abgeschlossenes Hochschulstudium. Hinzu kommt eine praktische Tätigkeit von mindestens drei Jahren nach dem Studium, bei einer Regelstudienzeit unter acht Semestern von vier Jahren. Davon müssen mindestens zwei Jahre Prüfungstätigkeit sein, überwiegend an Abschlussprüfungen. Es gibt Ausnahmen: Absolventen bestimmter anerkannter Masterstudiengänge können früher zugelassen werden, und nach sechs Monaten Tätigkeit ist es möglich, einzelne Prüfungsteile vorzuziehen.

Das Examen organisiert die Prüfungsstelle bei der Wirtschaftsprüferkammer. Es hat einen schriftlichen und einen mündlichen Teil in vier Gebieten: wirtschaftliches Prüfungswesen, Unternehmensbewertung und Berufsrecht, angewandte Betriebs- und Volkswirtschaftslehre, Wirtschaftsrecht sowie Steuerrecht.

Zulassung zur Steuerberaterprüfung

Nach dem Steuerberatungsgesetz wirst du nach einem wirtschafts- oder rechtswissenschaftlichen Studium zugelassen, wenn du danach praktisch in den Steuern gearbeitet hast: zwei Jahre bei einer Regelstudienzeit von mindestens vier Jahren, sonst drei Jahre. Ohne Studium sind nach einer kaufmännischen Ausbildung acht Jahre Praxis nötig, nach der Prüfung zum Bilanzbuchhalter oder Steuerfachwirt sechs Jahre. Die Prüfung besteht aus drei schriftlichen Aufsichtsarbeiten und einer mündlichen Prüfung. Die Zulassung beantragst du bei der Steuerberaterkammer.

Einstieg ohne Studium

In Steuerkanzleien ist die dreijährige Ausbildung zum Steuerfachangestellten der klassische Einstieg ohne Studium. Danach führen Berufspraxis und die Fortbildung zum Steuerfachwirt oder Bilanzbuchhalter weiter, und nach den oben genannten Praxiszeiten ist auch die Steuerberaterprüfung möglich. In der Wirtschaftsprüfung ist ein Einstieg ohne Studium seltener, weil das Examen in der Regel einen Hochschulabschluss voraussetzt.

Bewerbung für den Einstieg

  • Schwerpunkte im Studium wie Rechnungslegung, Prüfung oder Steuern und Praktika in Kanzleien oder Prüfungsgesellschaften
  • Sicherer Umgang mit Tabellenkalkulation und Interesse an Prüfungssoftware und Datenanalyse
  • Mobilität für Einsätze beim Mandanten, wenn die Anzeige Reisen erwähnt
  • Frag nach Examensförderung, Lernzeiten und nach der Bindung, die daran geknüpft ist

Werkstudentenstellen und Praktika in der Prüfung sind ein häufiger Weg zu einem Angebot. Wer in der Hauptprüfungszeit mitgearbeitet hat, kennt den Alltag und kann im Gespräch konkret darüber sprechen.

Vorbereitung auf die Examina

Beide Examina gelten als anspruchsvoll und werden meist neben dem Beruf vorbereitet, oft über Lehrgänge privater Anbieter mit Klausurenkursen. Plane die Vorbereitung gemeinsam mit deinem Arbeitgeber: Lernzeiten, Freistellung vor den Prüfungen und die Verteilung der Arbeit im Team. Frag im Bewerbungsgespräch konkret, wie viele Tage Lernurlaub es gibt und ob Kurskosten übernommen werden.

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