Karrierestufen
Prüfungsgesellschaften arbeiten mit festen Stufen: Assistant, Senior, Manager, Senior Manager, Director oder Partner. Die Bezeichnungen unterscheiden sich, das Prinzip ist gleich. Mit jeder Stufe wächst die Verantwortung für Mandate und Teams, und das Gehaltsband verschiebt sich. Ein Wechsel in die nächste Stufe hängt von Leistungsbewertung und Erfahrung ab und wird in der Regel jährlich geprüft.
Examen als Einschnitt
Das bestandene Steuerberater- oder Wirtschaftsprüfungsexamen ist in beiden Berufen der deutlichste Schritt in der Bezahlung. Viele Gesellschaften unterstützen die Vorbereitung mit Lernurlaub, bezahlten Kursen oder Zuschüssen. Diese Unterstützung ist oft mit einer Bindungs- oder Rückzahlungsklausel verbunden. Lies sie vor der Unterschrift genau.
Gehälter auf dieser Seite
Beispiele:
Arbeitszeit und Überstunden
In der Hauptprüfungszeit und vor Abgabefristen für Steuererklärungen fallen oft Überstunden an. Kläre, ob sie mit dem Gehalt abgegolten sind, ob du sie auf einem Zeitkonto sammelst und wie Reisezeiten zum Mandanten zählen. Viele Kanzleien bieten Teilzeit und Homeoffice an, auch das gehört in den Vergleich zweier Angebote.
Gesellschaft, Kanzlei und Region
Große Prüfungsnetzwerke haben meist feste Gehaltsbänder je Stufe, die für alle Standorte ähnlich sind. Mittelständische Gesellschaften und Steuerkanzleien verhandeln häufiger einzeln und berücksichtigen die Region stärker. Eine kleine Kanzlei auf dem Land kann dafür kürzere Wege, weniger Reisen und breitere Aufgaben bieten. Vergleiche deshalb nicht nur das Jahresgehalt, sondern auch Arbeitszeit, Reiseanteil und Examensförderung.
Wechsel in die Industrie
Nach einigen Jahren wechseln viele aus Prüfung und Steuerberatung in Unternehmen, etwa ins Konzernrechnungswesen, in die Steuerabteilung oder die interne Revision. Die Erfahrung aus vielen Mandaten ist dort gefragt. Die Bezahlung richtet sich dann nach den Strukturen des Unternehmens, im Gegenzug fallen Reisen zu Mandanten meist weg.
Steuerfachangestellte und Steuerfachwirte
Nicht alle Stellen auf dieser Seite setzen ein Studium voraus. Steuerfachangestellte und Steuerfachwirte bearbeiten in Kanzleien Buchhaltung, Lohn, Abschlüsse und Steuererklärungen. Ihre Bezahlung hängt von Erfahrung, Selbständigkeit in der Mandatsbetreuung und der Fortbildung ab. Wer Mandate weitgehend eigenständig betreut, kann das im Gespräch mit Beispielen belegen, etwa mit der Zahl und Art der betreuten Mandanten.
Frühe Fragen an den Arbeitgeber
Frag schon im ersten Gespräch, wie Leistungsbeurteilungen ablaufen, wann über Beförderungen entschieden wird und ob Gehaltsbänder je Stufe offengelegt werden. So kannst du einschätzen, wie sich dein Gehalt in den nächsten Jahren entwickeln kann.